4. Klasse beim Christbaum-Schlagen

Wieder einmal ging es für die vierte Klasse raus in die Natur. Bei Gut Dessau befindet sich eine Wacholderheide, die aufgrund ihrer Artenvielfalt besonders schützenswert ist. Im Frühling und Sommer gibt es dort seltene Orchideen, blühenden Enzian, den Frauenschuh, Schlangen und viele andere Arten, die man kaum noch wo findet.

Die Wacholderbüsche gehören zu den Gewächsen, die auf dem kargen Boden gut wachsen und den übrigen Pflanzen nicht die Wärme und das Licht nehmen. Fichten dagegen werden später sehr groß und würdeneine Veränderung der hügeligen, ehemaligen Schwemmlandschaft bedeuten. Deswegen legten die 26 Schüler zusammen mit den Experten Lena Fassnacht und Harald Jungbold vom Verein Lebensraum Lechtal mit Handsägen und Astscheren Hand an, um die Fichten auf der Fläche zu minimieren. Positiver Nebeneffekt: Für die Kinder sprangen gleich ein paar Christbäume für das bevorstehende Fest heraus, die dann von der Heide bis zur Straße gezogen werden mussten.

Eltern und Betreuer achteten auf den richtigen Umgang mit den Werkzeugen, es gab Punsch und Plätzchen, und auch an die übrigen Waldbewohner wurde gedacht. An einem Baum wurden Karotten und Äpfel als Waldweihnacht für Rehe, Spechte, Kohlmeisen oder andere Tiere befestigt. Auf einem Hänger wurden die vielen Bäume unterschiedlicher Größe dann zur Schule gefahren.

Die Christbaumaktion fand heuer bereits zum zweiten Mal statt. Die Verantwortlichen versuchen so die Begeisterung und das Bewusstsein für die Natur an die Kinder weiterzugeben.

Und das ist auch gelungen: Die vierte Klasse erlebte einen aufregenden Wintertag, der sicher nicht so schnell vergessen wird.

Ein großer Dank geht an Frau Fassnacht und Herrn Jungbold für die Organisation und an die tatkräftigen Eltern, ohne deren Begleitung diese Aktion nicht möglich gewesen wäre.